Komponenten

 

Die Auswahl der richtigen, aufeinander und auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmten Komponenten ist sehr wesentlich um optimalen Ertrag und den sicheren Betrieb Ihrer Anlage zu gewährleisten.

 

Module:

Die wichtigste und teuerste Komponente der Anlage ist das Photovoltaik Modul. Das Modul wandelt die Energie der Sonne in elektrische Energie um.

Um die verschiedenen Module besser vergleichen zu können beziehen sich die Preise in der Regel auf die Leistung der Module: Zum Beispiel 0,95 €/Wp oder 1,40 €/Wp

Die Lebensdauer eines Modules beträgt bis zu 30 Jahren. Im Laufe der Jahre verlieren die Module an Leistung. Die jährliche Leistungsdregradation beträgt ungefähr 0,5%; Das heißt nach 20 Jahren würde das Modul noch 90% seiner Leistung bringen. Die Leistung eines Moduls ist abhängig von der Temperatur. Je kühler das Modul ist, umso leistungsfähiger ist es. Daher ist es von Vorteil wenn die Module gut hinterlüftet sind (genügend Abstand zum Dach haben).  

Vorwiegend werden drei verschiedene Arten von Modultechnologien verwendet:

  • Monokristalline Module: Sie haben eine durchgehend einheitliche Farbe (meist Schwarz oder dunkelblau) und einen höheren Wirkungsgrad. Durch den höheren Wirkungsgrad benötigen Sie etwas weniger Fläche, jedoch sind die Module etwas teurer. Sie sind gut geeignet auf Flächen mit wenig Platz
  • Polykristalline Module: Ihr Erscheinungsbild weist eine meist blaue Kristalline Struktur auf. Sie haben einen etwas schlechteren Wirkungsgrad, sind aber dafür etwas billiger. Sie sind eine gute Wahl bei ausreichend Platz am Dach.
  • Dünnschicht Module (amorphe Module): Diese Module sind in der Regel sehr klein ausgeführt, haben eine schwarze Oberfläche und keinen Rahmen. Sie haben den schlechtesten Wirkungsgrad, sind aber deutlich billiger und haben eine bessere Ausbeute bei diffusem Licht. Durch die Rahmenlose Ausführung sind sie nicht so robust wie kristalline Module. Dünnschicht Module werden manchmal bei größeren Anlagen verwendet, generell aber sehr selten.

Welcher Modulhersteller letztendlich gewählt wird ist Geschmackssache.

Bei der Frage ob die meist billigeren, chinesischen Module gekauft werden sollen oder nicht, scheiden sich die Geister. Hier nur einige Anmerkungen dazu:

  • Der Ertrag mit Chinesischen Modulen ist nicht geringer. Ein 240 Watt Modul zum Beispiel muss unter Standardbedingungen immer 240 Watt liefern, egal von welchem Hersteller.
  • Eventuell kann man davon ausgehen das die Qualität und somit die Lebensdauer bei chinesischen Modulen etwas schlechter ist. Es gibt jedoch auch in China eine große Bandbreite an Herstellern von teureren hochwertigen Modulen bis zu billigen, eher minderwertigen Modulen.
  • Die Produkt und Leistungsgarantien der Modulhersteller sind weltweit sehr ähnlich.
  • Der Großteil der Photovoltaik Zellen kommen aus China. 90%  aller Zellen kommen aus Asien (Tendenz steigend). Somit sind auch in den Modulen der europäischen Modulhersteller vorwiegend asiatische Zellen verbaut.
  • Einige Europäische Hersteller lassen Ihre Module in China produzieren.
  • Chinesische Modulhersteller stehen immer wieder unter Verdacht mit Dumpingpreisen zu arbeiten die nur mit staatlicher Unterstützung möglich sind.
  • Es gibt einige sehr gute österreichische und auch steirische Modulhersteller. Mit dem Kauf von steirischen Modulen wird die heimische Wirtschaft unterstützt.

 

Wechselrichter:

Aus der Gleichspannung die die Module produzieren, macht der Wechselrichter eine Wechselspannung die ins Netz eingespeist wird, oder für den Eigenverbrauch genutzt werden kann.

Eine weitere Aufgabe des Wechselrichters ist es den richtigen Arbeitspunkt der angeschlossenen Module zu finden. Je nach Einstrahlstärke der Sonne haben die Module unterschiedliche Arbeitspunkte (Verhältnis zwischen Strom und Spannung) an denen Sie die maximale Leistung bringen können. Der Teil des Wechselrichters der den Arbeitspunkt sucht nennt sich „Tracker“

Wenn Anlagenteile unterschiedliche Neigungen oder Ausrichtungen haben, oder Teilverschattung der Anlage auftritt, sollten mehrere Wechselrichter, oder Wechselrichter mit mehreren Trackern (Multitracker) verwendet werden.

Achtung Multistring Wechselrichter sind nicht immer gleich Multitracker Wechselrichter. Multistring bedeutet nur das mehrere Strings angeschlossen werden können.

 

Weitere Merkmale von Wechselrichtern:

Einphasig oder Dreiphasig: Eine einphasige Belastung des Netzes ist in Österreich nur bis 4,6 kW zulässig. Darüber sollten dreiphasige Wechselrichter verwendet werden.

Trafo WR oder Trafolose WR: Der Trend heutzutage geht eindeutig zu trafolosen Wechselrichtern, da sie leichter sind und einen höheren Wirkungsgrad ermöglichen. Der Vorteil von Wechselrichtern mit Trafo wäre die galvanische Trennung zwischen dem PV Feld und dem Netz.

Welche Sicherheitseinrichtungen sind integriert: Trennstelle, Überspannungsableiter, Fi,..

Schon bei der Auswahl des Wechselrichters sollte überlegt werden ob und in welcher Art und Weise eine Anlagenüberwachung gewünscht ist. (siehe Anlagenüberwachung)

 

Montagesysteme:

Als Montagegestell bezeichnet man das Gestell auf das die Module montiert werden. So genannte Dachanker werden an der Unterkonstruktion des Daches (Sparren) befestigt. Je nach Art der Eindeckung muss der richtige Dachanker gewählt werden. An die Dachanker werden nun Alustreben geschraubt, und auf diese werden wiederum die Module geklemmt. Es gibt viele verschiedene Anbieter von Montagesystemen, die sich jedoch nicht wesentlich unterscheiden.

 

Anlagenüberwachung:

Die Anlagenüberwachung unterteilt sich in Ertrags und Ausfallüberwachung.

Als Anlagenbetreiber ist es zum einen natürlich interessant zu beobachten wie gut seine Anlage läuft, zum anderen ist wichtig rechtzeitig zu erkennen wenn die Anlage, oder Teile der Anlage ausfallen.

Heutzutage bieten alle größeren Wechselrichterhersteller solche Systeme zum Teil auch gratis an. Es ist jedoch wichtig sich Gedanken  zu machen welche Möglichkeiten man hat den Wechselrichter in ein Netzwerk oder mit dem Internet zu verbinden.

Möglichkeiten gibt es viele: RS485 Schnittstellen, RJ45 Schnittstellen, Bluetooth Verbindung, GSM Verbindung, WLAN Verbindung, etc.

Manches kann im Wechselrichter integriert sein, manches kann optional dazu bestellt werden, was in der Regel jedoch relativ teuer ist.

Es gibt auch herstellerunabhängige Anlagenüberwachungen die mit Wechselrichtern verschiedener Hersteller verbunden werden können. Diese Systeme rentieren sich aber in der Regel nur bei größeren Anlagen.

 

 

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