Fördersituation in Österreich

 

In Österreich stehen grundsätzlich 2 verschiedene Fördermodelle zur Verfügung:

  • Die Investitionsförderung für Anlagen bis 5 kWp aus dem Topf  des Klima- und Energiefonds (KLIEN) des Umweltministeriums
  • Die Bundesweite Tarifförderung (für Anlagen größer 5 kWp).  Förderung durch einen erhöhten Einspeisetarif durch die OeMAG

 

Investitionsförderung (KLIEN Förderung):

Von Privatpersonen betriebene Photovoltaikanlagen bis zu einer Größe von 5 kWp werden mit einem Investitionszuschuss von ca. 30% der Anlagenkosten gefördert. Zusätzlich zu dieser Förderung können noch weitere Landes- oder Gemeindeförderungen in Anspruch genommen werden. (siehe unten)

Für Sie als Betreiber würde dies bedeuten dass Sie ihre PV-Anlage um ca. 30% günstiger errichten können, dann aber Ihren ins Netz eingespeisten Strom nur zum üblichen Marktpreis verkaufen können (ca. 5 ct – 8 ct).

Daher wird hier das Modell der Überschusseinspeisung angewendet. Das bedeutet, dass Sie versuchen so viel wie möglich von der erzeugten Energie selber zu verbrauchen um somit Ihre Stromrechnung zu senken (Ersparnis pro KWh sind dabei ca. 20 ct)

Nur der von Ihnen nicht verbrauchte Strom wird ins Netz eingespeist. Somit zahlt sich Ihre Anlage im Laufe der Jahre durch Ihre Stromersparnis ab.

In der Praxis sieht das so aus, das Sie idealerweise versuchen größere Verbraucher wie Waschmaschine, Geschirrspüler, etc. eher in der Mittagszeit, (wenn der meiste Strom produziert wird) einschalten.

Da Ihre PV-Anlage manchmal keinen oder zu wenig Strom produziert (Am Abend oder im Winter) ist es unvermeidbar das Sie auch Strom aus dem Netz ziehen müssen. Deswegen wird bei einer typischen 5 kWp Anlage üblicherweise nur ein Eigenverbrauchanteil von ca. 25 - 30 % erreicht. Das bedeutet dass Sie 70 % bis 75 % ihrer benötigten Energie aus dem Netz beziehen müssen.

Da zu erwarten ist das zukünftig der Strompreis deutlich steigen wird, und da es gute Möglichkeiten gibt um den Eigenverbrauchsanteil zu erhöhen, kann dieses Fördermodell sehr interessant sein.

Möglichkeiten zur Eigenverbrauchserhöhung:

  • Kleinere PV Anlage: Bei einer Anlage die weniger Strom produziert ist es natürlich leichter diesen selber zu verbrauchen
  • Optimiertes Nutzungsverhalten: Durch konsequentes Verhalten und intelligente Verbraucher (programmierbare Geräte) kann der Eigenverbrauchsanteil deutlich erhöht werden. Wärmepumpen passen auch gut zu diesem Modell.
  • Energiespeicher: Diese Variante wird in den nächsten Jahren immer interessanter werden. Sie nicht verbrauchte Energie in Akkus speichern um Sie dann am Abend wieder abzurufen. Weiteres dazu lesen Sie bitte im Menüpunkt „Speicher“

Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zu dieser Variante ist relativ komplex, da es von vielen Faktoren wie Nutzungsverhalten und Strompreisentwicklung (die für Sie positiv wirkt) abhängt. Auf Wunsch können wir gerne eine für Sie maßgeschneiderte Berechnung durchführen.

Aktuell ist die KLIEN Förderaktion 2013 vom Ministerium noch nicht freigegeben und es steht noch nicht fest ob es dieses Modell überhaupt wieder geben wird.

In den letzten Jahren konnten nach Bundesländern gestaffelt, ab April die Anträge eingereicht werden, jedoch war der Fördertopf meist schon nach Tagen oder Stunden ausgeschöpft.

Link zum Klima und Energiefond: http://www.klimafonds.gv.at/

 

Bundesweite Tarifförderung (erhöhter Einspeisetarif)

Aufdach-Photovoltaikanlagen mit einer Größe von 5 kWp bis 500 kWp können mit einem erhöhten Einspeisetarif gefördert werden. Dies ist weltweit das gebräuchlichste Fördermodell, wobei auch immer mehr Länder eine Förderung für selbst verbrauchten Strom anbieten.

Aktuelle Tarife:

18,12 ct/kWh  für 13 Jahre +

Einmalig € 200.- /KWp Investitionszuschuss (neu seit 2013)

Dies würde umgerechnet ca. 20 ct/kWh ergeben.

Es stehen 2013 insgesamt 8 Millionen Euro plus einem Resttopf mit einem Förderbudget von 18 Millionen Euro der unter Wind, Wasser und Photovoltaik aufgeteilt wird, zur Verfügung.

Förderbeginn war der 1.1.2013  um 00:00

Wichtige für die Antragstellung ist das der Bescheid über die Anerkennung als Ökostromanlage bereits bei der Antragstellung vorliegen muss.

Antragstellung bei der OeMAG: http://www.oem-ag.at/de/foerderantrag

Bei diesem Modell wird eine Volleinspeisung realisiert. Das bedeutet dass der gesamte von der PV-Anlage produzierte Strom ins Netz eingespeist wird.

Nach Ablauf der Förderperiode (nach 13 Jahren) kann auf Überschußeinspeisung umgestellt und die Anlage noch für viele weitere Jahre genutzt werden.

 

 

Landesförderung Steiermark („Direktförderung von Photovoltaikanlagen“)

Gefördert wird die Neuerrichtung oder Erweiterung von Photovoltaikanlagen mit einer Anlagenleistung von mind. 2 kWp auf Gebäuden mit maximal 2 Wohneinheiten.
Voraussetzung ist ein ergänzender Zuschuss durch die jeweils zuständige Gemeinde. Die Förderung ist kombinierbar mit der KLIEN Förderung.

Fördersumme:

Bei 2 kWp wird ein Sockelbetrag von € 375.- (Anlagenerweiterung) bzw. € 562,5 (Neuerrichtung) gefördert. Für jedes weitere erreichte kWp gibt es zusätzlich € 187,50 Euro. Die maximale förderbare Anlagengröße beträgt jedoch 5 kWp.

Anlagengröße

Fördersumme bei Neuerrichtung

2 kWp

€ 562,5

2,5 kWp

€ 656,25

3 kWp

€ 750

3,5 kWp

€ 843,75

4 kWp

€ 937,5

4,5 kWp

€ 1031,25

5 kWp

€ 1125

 

Antragstellung und Informationen zu Landesförderungen unter Landesenergieverein Steiermark: http://www.lev.at/

 

Gemeindeförderung


Bitte bei Ihrer Zuständigen Gemeinde Nachfragen. Zum Teil sind die Gemeindeförderungen auch online einsehbar unter http://www.lev.at/

Für Graz gibt es zum Beispiel einen Investitionszuschuß von € 500/kWp kombinierbar mit der Klienförderung und der Landesförderung !!

 

 

 

 

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